Liebe Freunde_innen der Kirchenmusik,
liebe Gottesdienstbesucher_innen der Ev. Stadtkirche Unna!


Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901), ein in Liechtenstein geborener Komponist, Organist und Musikpädagoge, gehörte zu den erfolgreichen Komponisten seiner Zeit. Er ist ein bedeutender Repräsentant am Ende der klassisch-romantischen Epoche. Sein umfangreiches Werk umfasst Klavier- und Orgelmusik, geistliche und weltliche Chormusik, Sololieder, Sinfonien, Opern u.a. mehr.

Für diesen Sonntag habe ich Ihnen ein Lied aus seinen „Sechs religiösen Gesängen“ op. 157 ausgewählt. Diese Lieder haben ihre Wurzeln im protestantischen Pietismus. Bach`s Schemelli-Gesangbuch, Beethoven´s Gellert-Lieder und die 4 ernsten Gesänge von Brahms gehören derselben Gattung an.

Hören Sie nun das hoffnungsfrohe zweite Lied dieser Sammlung in einer Aufnahme mit dem Bariton Guntram Höft, Stimmbildner der Chöre an der Ev. Stadtkirche Unna.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund.

Ihre
Hannelore Höft

Gesangstext

II.
Ich bin des Herrn!
Wo soll ich anders hin?
Mein Jesus nur hat ew'ge Lebensworte
Hang' ich an ihm, blickt meine Seel` auf ihn,
so öffnet Gott mir seine Friedenspforte,
und sel'ges Licht umgibt mich nah und fern.

Ich bin des Herrn!
Er, der die Sünder liebt,
tritt vor mein Herz mit seinen Todeswunden;
er, der durch sie nur freie Gnade gibt,
der süße König aller Freudenstunden,
will auch mein König sein; das hör` ich gern.

Ich bin des Herrn!
O Liebe, du bist groß,
du Trägerin der Gottesmajestäten.
Auf ew`ges Glück, gefallen ist mein Loos.
Dich will ich lieben, preisen und anbeten,
und jauchzen nach dem Tod von Stern zu Stern:
Ich bin des Herrn!