Grga Peroš

Bereits im Vorschulalter begann der kroatische Bariton Grga Peroš eine intensive musikalische Ausbildung, die er am Musikgymnasium Elly Bašić fortsetzte. Ab 2002 studierte er zunächst Philosophie und Informationswissenschaften an der Universität Zagreb, bis er sich 2011 zu einem Gesangsstudium an der Kunstuniversität Graz bei Prof. Ulf Bästlein entschloss. 2012 und 2013 wurde er durch Stipendien der Stadt Graz sowie der Gesellschaft der Freunde der KUG ausgezeichnet. 2015 absolvierte er sein Bachelorstudium, 2018 sein Masterstudium - ebenfalls in Graz.

Peros wurde im Dezember 2019 der Wissenschaftspreis der Stadt Graz verliehen. (Der Wissenschaftspreis folgt dem Dr.-Karl-Böhm-Stipendium nach, der aufgrund besonderer Leistungen vergeben wurde.)

Im Sommer 2015 war er als Conte Almaviva in Mozarts „Le nozze di Figaro“ zum 50. Jubiläum der Jungen Oper Schloss Weikersheim unter der musikalischen Leitung von Bruno Weil besetzt. In der Spielzeit 2015/16 war er als Ensemblemitglied am Stadttheater Klagenfurt für die Produktionen von Benjamin Brittens „A midsummer night's dream“ (Starveling) unter Alexander Soddy und Bizets „Carmen“ (Dancaïro) unter Lorenzo Viotti engagiert. In der darauffolgenden Spielzeit war er als Gast in Strauss' „Salome“ (1. Soldat) unter Alexander Soddy erneut in Klagenfurt tätig.

Seit  Dezember  2016  ist  Grga  Peroš  Ensemblemitglied  am  Stadttheater Gießen  und  war  unter  der  musikalischen  Leitung  von  Michael  Hofstetter unter  anderem  zu  erleben  in  Mozarts  Opern  „Cosi fan  tutte“  (Guglielmo), Don  Giovanni  (Titelpartie)  sowie  „Le  nozze di Figaro“ (Graf).  Außerdem erweiterte  er  sein  Repertoire  u.  a.  mit  Kalmans  „Ein  Herbstmanöver“ (Lörenthy)  und  Verdis „ La  forza  del  destino“  (Fra.  Melitone).  In  Richard Strauss‘  „Ariadne  auf  Naxos“  verkörperte  er  in Gießen mit dem Harlekin eine Rolle,  mit  der  er  auch  am  Staatstheater  Meiningen,  Staatstheater Augsburg und  an  der  Deutschen  Oper  am  Rhein  (ML:  Axel  Kober/Lukas Beikircher)  zu  Gast  war. An  der  Oper  Halle  debütierte  er  2019  in  der  Titelpartie  von  Georg Friedrich  Händels  „Julius  Cäsar  in  Ägypten“  zur  Eröffnung  der Händelfestspiele  2019, erneut  unter  der  musikalischen  Leitung  von Michael  Hofstetter  und  unter  der  Regie  von  Peter  Konwitschny. In  der  Spielzeit  2019/20  wird  er  in  Gießen  u.a.  in  Rossinis „ Il  barbiere  di Siviglia „ als  Figaro  und  in  Humperdincks „ Hänsel  und  Gretel“  als  Peter, Besenbinder  zu  erleben  sein.