Dr. Hermann Kruse

Dr. Hermann Kruse wurde 1966 in Dortmund geboren. Mit acht Jahren erhielt er Klavierunterricht, sieben Jahre später wechselte er zur Orgelmusik. Seit 1985 ist er als Chorleiter tätig und hat seitdem mit allen Chorgattungen gearbeitet: Kammerchor, Oratorienchor, gemischter Chor, Frauen-, Männer- und Kinderchor. Er studierte Musik und Angelistik an der Universität Dortmund und legte die Prüfungen in Chorleitung, Orchesterleitung, Klavier und Orgel mit „sehr gut“ ab. Ergänzend besuchte er Kurse und Seminare zur Chor- und Orchesterleitung bei Helmuth Rilling, George Hurst, Alexander Wagner, Eric Ericson, Michael Kibblewhite, Michael Procter, Hermann Breuer sowie den ehemaligen King’s Singers-Mitgliedern Nigel Perrin und Jeremy Jackman.

Von 1998 bis 2000 arbeitete Kruse als Chordirektor der Jenaer Philharmonie mit dem Jenaer Madrigalkreis, dem Philharmonischen Chor und dem Knabenchor der Philharmonie. Die Aufführungen von mittlerweile über 60 chorsinfonischen Werken, von Bach bis McCartney sowie Chorwerken der „Neuen Musik“ (z.B. Tavener, Bärt, Nystedt, Bojesen, Kancheli, Desjatnikow) sind bisherige Schwerpunkte seines Wirkens. Besondere Ereignisse waren die deutsche Erstaufführung der konzertanten Fassung von Leonard Bernstein’s „Candide“ und die ostdeutsche Premiere von Paul McCartney’s „Standing Stone“.

Unterstrichen wird seine Kompetenz durch erfolgreiche Zusammenarbeit mit professionellen Sinfonieorchestern (Recklinghausen, Budapest, Solingen, Wiesbaden, Jena etc.). Kruse ist achtfacher Preisträger bei Klavier- und Kompositionswettbewerben. So wurde er u.a. Sieger beim Bundeswettbewerb „Schulpraktisches Klavierspiel“ 1994 in Weimar und gewann 1996 den 3. Preis beim Kompositionswettbewerb des Landesmusikrates NRW mit einem zeitgenössischen Chorwerk.

Im Sommer 2000 wechselte er in den Schuldienst an ein Gymnasium in Hagen. Dort hat er seit 2011 die Stelle des stellvertretenden Schulleiters inne. Zudem übernahm er mit Beginn des SS 2001 die Leitung des Chores der Universität Essen und gründete das Vokalensemble „musica rara“, einem überregionalen Kammerchor. 2005 promovierte er mit einer Arbeit über die Chorwerke des Leipziger Thomaskantors Moritz Hauptmann.

In der zeit von 2004 bis 2011 hatte Hermann Kruse einen Lehrauftrag für Chorleitung an der Universität Dortmund.